Der Kontext, in dem sich das Projekt «Lernen in Bewegung» situiert, ist der des zunehmenden Bewegungsmangels, welcher bei Schülerinnen und Schülern in der Schweiz in den letzten zwei Jahrzehnten beobachtet wurde.

Verschiedene Studien aus dem fünften Schweizer Ernährungsbericht (2005) weisen darauf hin, dass sich die zunehmende Technisierung des Alltags einschränkend auf den jugendlichen Bewegungsdrang auswirkt und damit die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder behindert. In der Folge fehlen im Freizeitbereich Erfahrungen in der Bewegungs- und Spielkultur.

Ein weiteres Phänomen, das mit dieser Entwicklung zusammenhängt, ist die starke Zunahme von übergewichtigen und adipösen Kindern in den letzten zwanzig Jahren. Dabei handelt es sich um eine vom Lebensstil der modernen Gesellschaft abhängige Erkrankung, die mittlerweile «pandemische Ausmasse» angenommen hat. Daran ist nicht in erster Linie die falsche Ernährung Schuld sondern eher der Mangel an Bewegung.